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Licht-Test kostet Fahrer nichts

Kampagne: Die Kfz-Innung in der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe rät allen zur Prüfung, die mit dem Auto unterwegs sind. Es geht um die Sicherheit

VON SANDRA CASTRUP
Kreis Lippe. Sehen und gese­hen werden ist das A und O im Straßenverkehr. Damit mög­lichst wenig „Einäugige” und „Blender” unterwegs sind, lädt die Innung des Kraftfahrzeug­und Mechanikerhandwerks Lippe seit 60 Jahren zum Lichttest. Und das ist Musik für lippische Ohren: Der Test ist kostenlos. Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind. Heißt es. Aber wer macht sich noch die Mü­he, regelmäßig zu schauen, ob alle Lichter funktionieren? „Niemand”, beantwortet Dirk Eilers diese Frage. ,,Wichtiger heutzutage ist die Kontrolle, ob das Smartphone aufgeladen ist”, lacht der Obermeister der Kfz-Innung in der Kreishand­werkerschaft Paderborn­Lippe. Doch lustig findet, er das überhaupt nicht, denn es geht um die Sicherheit auf den Stra­ßen. ,,Natürlich hat sich die Technik verbessert, die Zeiten, als ständig Lampen durchbrannten, sind vorbei”, weiß der Experte. Doch oft seien die Scheinwerfer nicht richtig ein­gestellt. ,,Die modernen Xenon- und LED-Lichter können dann entgegenkom­mende Fahrer extrem blen­den”, so Dirk Eilers. Ein gutes Drittel der Auto­fahrer fährt mit falschem Licht:
„Die Lichttestmängelquote lag im Jahr 2015 bei knapp 35 Pro­zent in Nordrhein-Westfalen.” Deshalb wird er nicht müde, für den jedes Jahr ab Oktober stattfindenden Lichttest zu werben. ,,Die Leute investie­ren viel Geld in die passive Si­cherheit am Fahrzeug, wie An­tiblockiersystem, Anti­schlupfregelung oder elektro­nisches Stabilitätsprogramm. Da ist es für mich unverständ­lich, wenn man nicht das ko­stenfreie Angebot der teilneh­menden Innungswerkstätten annimmt, die Lichter testen zu lassen.” Nach mängelfreier Prüfung bekomme man eine Plakette an die Windschutzscheibe gehef­tet, die bei jeder Verkehrskon­trolle den bestandenen Test auf den ersten Blick attestiere. „Früher haben die Kunden schon vor Beginn der dunklen Jahreszeit angerufen und ge­fragt, ob die Plaketten schon zu haben seien”, erzählt Eilers. „Heute verlassen sich viele Fahrer leider nur noch auf das automatische Informations­system in ihrem Auto. Das sagt zwar, wenn eine tampe nicht brennt, aber nicht, wenn das Licht falsch eingestellt ist.” Die Autohäuser und Werkstätten der Kfz-Innung sehen diesen nur wenige Minuten dauern­den Lichttest als wichtigen Service und bieten ihn deshalb kostenfrei und in der Regel oh­ne Voranmeldung an. ,,Natür­lich kostet es dann Geld, wenn festgestellt wird, dass ein de­fektes Teil ausgetauscht wer­den muss”, so Dirk Eilers. Wo der Kunde die Reparatur aus­führen lasse, sei jedem selbst überlassen. 

Bundesweite Aktion

Für die größte Verkehrssi­cherheitsaktion, den Licht­Test, machen sich tatkräf­tige Partner stark. Das Deutsche Kraftfahrzeug­-Gewerbe organisiert die Aktion, für die traditionell der Bundesverkehrsminis­ter die Schirmherrschaft übernimmt. Ideeller Part­ner ist die Deutsche Ver­kehrswacht. Sie informiert mit Spannbändern bun­desweit Autofahrer zur Aktion und publiziert den Mängelbericht. Den
„Haupteinsatz” leisten im Oktober die Meisterbe­triebe der Kfz-Innungen, die den Licht-Test kosten­los anbieten. Nur zu erset­zende Teile müssen bezahlt werden. Damit wollen die Betriebe in der dunklen Jahreszeit einen entschei­denden Beitrag zur Si­cherheit aller Autofahrer. leisten. (sc) 

Lichttest: Werkstattmeister Adam Bokoschewski nimmt die Leuchtkraft sowie die Einstellung der Auto-Lampen unter die Lupe. Fast ein Drit­tel der geprüften Fahrzeuge weist beim Licht Mängel auf.